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Stufe für Stufe in Richtung Zukunft: Ex-Profisportler Dmitri Tschatschin trainiert mit der Treppensteighilfe AssiStep

Treppensteighilfe AssiStep wird in der Rehabilitation eingesetzt
Lesezeit circa 5 min. Veröffentlicht 22.08.2018
Ex-Profisportler Dmitri Tschatschin trainiert mit der Treppensteighilfe das Treppensteigen. „Dass es so krass kommt mit dem Querschnitt, damit rechnet man nicht. Aber gut, das ist jetzt wieder eine neue Lebensaufgabe und was uns nicht umbringt, macht uns nur härter.“

Schauen Sie das Video von Dmitris Rehabilitation mit der Treppensteighilfe an:

Seit er denken kann, sitzt der 31-jährige ehemalige Profimotorsportler im Eisspeedway Dmitri Tschatschin auf dem Motorrad und hat schließlich seine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Zwischen 2004 und 2011 geht er dem Motorsport sogar professional nach und ist unter anderem Teil der Nationalmannschaft.

Dmitri Tschatschin2
Dmitri Tschatschin

Dmitri ist dreifacher deutscher Vizemeister sowie Bronzemedaillengewinner der WM 2007 und lebt seine Leidenschaft. Er hat durch den Motorsport viel erlebt. Doch am 26. August 2016 – beim Training – ändert sich sein Leben von Grund auf.

Der Unfall geschieht bei einem eigentlich harmlosen Sprung über einen sogenannten Table. Dmitri springt zu weit, verliert bei der Landung den Halt auf den Fußrastern, rast über eine Steilwand und kommt auf dem Rücken auf. Er zertrümmert er sich sein Knie, bricht sich seinen 12. Brustwirbel und erleidet eine Rückenmarkskompression, eine Quetschung des Rückenmarks, die bei Dmitri zu einem inkompletten Querschnitt führt.

Dmitri Tschatschin4

Nach dem Unfall liegt Dmitri zwei Wochen im Krankenhaus, darauf folgt die Frührehabilitation und zwei Monate stationäre Rehabilitation in einer Passauer Klinik folgen. Dort wird er zum ersten Mal auf die Beine gestellt. Trotz erster Versuche war an Treppensteigen erst einmal nicht zu denken.

Nach ersten Fortschritten, beginnt er für 14 Monate eine teilstationäre Reha, bei der er täglich eine Stunde Physiotherapie, Massage, Gerätetraining und Elektrostimulation erhält.

Dmitri Tschatschin3

Ab April 2018 ist Dmitri stationär im Zentrum der Rehabilitation Geerlofs in Pforzheim, wo er täglich sechs Stunden Therapie hat.

  • „In den sieben Wochen haben wir durch sechs Stunden Training am Tag extrem viel erreicht. Die Rehas zuvor sind kein Vergleich dazu.“

Dmitri verbringt 14 Wochen im Zentrum der Rehabilitation Geerlofs. Dort wird das Laufen auf der ebenen Strecke geübt, sowie auch das Treppensteigen.

„Gefällt mir, funktioniert super, man kann damit die Treppen leichter hochgehen, es verleiht Sicherheit und das war sehr positiv.”
Dmitri Tschatschin (31) über die Treppensteighilfe

Die Treppensteighilfe ist ein Treppenrollator, an dessen Haltegriff man sich festhält und sich auf das sichere Treppensteigen konzentrieren kann. Dmitris erster Eindruck:

  • "Gefällt mir, funktioniert super, man kann damit die Treppen leichter hochgehen, es verleiht Sicherheit und das ist sehr positiv. Es ist schwierig in etwas, das man noch nicht kennt zu vertrauen, wenn man die Beine nicht richtig 100%-ig kontrollieren kann. Es ist einfacher als mit einem Treppengeländer. Definitiv – man bekommt schnell Vertrauen in die Treppensteighilfe.“
„AssiSteps großer Vorteil ist, dass du viel aus den Beinen machen musst zu Therapiezwecken und das ist ja das, was wichtig ist.“
Dimitri Tschatschin (31)
Fußbewegung während des Treppentrainings mit der Treppensteighilfe ASSISTEP
Screenshots vom dem Video zeigen Dmitris Rehabilitation und sein Treppentraining
Patient mit inkompletter Querschnittslähmung hält sich während des Trainings in der Reha am Treppensteiger AssiStep fest
Screenshots vom dem Video zeigen Dmitris Rehabilitation und sein Treppentraining

Beim Treppentraining ohne die Treppensteighilfe liegt die volle Kraft und Anstrengung auf den Armen, mit denen man sich links und rechts am Treppengeländer festhält. Dazu sagt Dmitri:

  • „Wenn du längere Zeit im Rollstuhl sitzt, dann ist es eine blöde Gewohnheit, dass man alles über die Arme macht. AssiSteps großer Vorteil ist, dass du viel aus den Beinen machen musst zu Therapiezwecken und das ist ja das, was wichtig ist.

Dmitri erzählt, dass sich sein Alltag nicht allzu viel verändert hat und er immer noch das macht, was ihm Spaß macht. Er braucht für alles etwas länger und wenn er auf Stufen trifft, ist er auf Hilfe angewiesen. Sein Leben besteht weiterhin aus Motorsport. Einmal Motorsport, immer Motorsport!

  • „Im Rollstuhl sitzen und an die Wand starren und weinen, das war von Anfang an nicht das Ziel.“, erklärt er uns.

Ein weiteres Ziel ist, dass er wieder gehen kann.

  • „Nicht 10 km, nicht 3 km und wenn es nur 100 m sind. Wichtig ist, dass es funktioniert und zwar alleine. Wir brauchen noch etwas Zeit, Kraft, Schweiß, Ehrgeiz, Geduld und Motivation.“
Die Vorteile der Treppensteighilfe:
  • "Die Sicherheit, ganz klar. Man kann auch mal alleine die Treppe gehen, ohne dass jemand aufpassen muss. Das funktioniert. Ein ganz großer Vorteil ist die Kopfgeschichte - dass man das Vertrauen hat. Dass man als Querschnittsgelähmter mit etwas Funktion in den Beinen, die Treppen hochgehen kann, ist der größte Vorteil.“
„Man kann auch mal die Treppe alleine gehen, ohne dass jemand aufpassen muss. Das funktioniert. Ein ganz großer Vorteil ist die Kopfgeschichte - dass man das Vertrauen hat.”
Dmitri Tschatschin (31)
Profimotorsportler in der Reha mit der Treppensteighilfe AssiStep

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Treppensteighilfe AssiStep treppab
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